Unter MLD versteht man das manuelle Abdrainieren der Gewebsflüssigkeit über Gewebsspalten bzw. Lymphgefäße. Das Prinzip beruht im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auf einer bestimmten Grifftechnik: rhythmisch-kreisende-pumpende Griffe durch flaches Auflegen der Finger bzw. Hände, bei fein dosiertem Druck nach einer dem entsprechenden Krankheitsbild festgelegten Reihenfolge.
Die KPE umfasst neben der MLD bei Lymphödemen und anderen Erkrankungen des Lymphdrainagesystems drei weitere assoziierte Therapiemaßnahmen: Hautpflege, Kompressionstherapie unter Einsatz von Bandagen bzw. Strümpfen und Bewegungstherapie.
Bei folgenden Krankheitsbildern sollte eine MLD bzw. KPE angewandt werden:
- "angelaufene" Beine
- chronischer Phlegmone/Elephantiasis
- posttraumatische Ödeme
- postoperative Ödeme
- bewegungsbedingte Myopathien (Lumbago, Tying-Up)
- Tendopathien
- indiopathische Synovialitis und Tendovaginitis
- akute und subakute Hufrehe
- venöse Stauungsödeme
- Pechtialfieber (Morbus masculosus)
- Arthrose
- lang anhaltende Inaktivität
- zur Narbenbehandlung
- Sattelpassmängel (Satteldruck)
- zur Prophylaxe bei Hochleistungspferden (zum schnelleren Laktatabbau und zur Regeneration)
Manuelle Lymphdrainage und Komplexe Physikalische Entstauungstherapie erfolgen nur auf tierärztliche Empfehlung.
